Freisprechung 2019

Zukunft eines modernen Handwerks

Landesverband der Modellbauer Bayerns begrüßt 55 neue Fachkräfte

 

Bayerns Modellbauer haben Familienzuwachs bekommen: Bei der Freisprechungsfeier des Landesverbands im April in München begrüßte Landesinnungsmeister Helmut Brandl 55 Junggesellinnen und -gesellen im Modell- und Formenbau-Handwerk.

„Ein Beruf im Handwerk ist etwas, auf das man besonders stolz sein kann. Bei uns sind wirtschaftliches Handeln und soziale Verantwortung untrennbar miteinander verbunden“, betonte Brandl. Flexible Arbeitszeiten, Selbstverwirklichung und gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien Pluspunkte, die für eine Ausbildung im Handwerk sprechen, so der Landesinnungsmeister weiter. Brandl: „Gerade als Modellauer muss man jedoch lernen, neue Technologien in die Arbeitsprozesse einzubinden, etwa die additive Fertigung.“ Er empfahl, sich auf Messen zu informieren und Netzwerke mit Kollegen zu bilden. „Wer glaubt, ausländische Märkte wären nur etwas für große Unternehmen, irrt gewaltig. Betriebe, die sich schon jetzt nach neuen Märkten umsehen und bereit sind, etwas zu riskieren, werden künftig die Nase vorn haben“, sagte der Landesinnungsmeister.

Vizepräsidentin Carola GreinerBezdeka überbrachte die Glückwünsche der Handwerkskammer für München und Oberbayern: „Die Freisprechung stellt den feierlichen Abschluss der ersten Stufe auf der handwerklichen Karriereleiter dar.“ Greiner-Bezdeka wies auch auf die Notwendigkeit zur Weiterbildung hin: „Wissen und Fähigkeiten der Ausbildung genügen nicht mehr, um ein noch mindestens 40 Jahre langes Berufsleben zu durchlaufen. Sie werden sich permanent an neue Technologien, Materialien und Verfahren in Ihrem Handwerk, aber auch an Veränderungen in Ihrem Umfeld und der Arbeitswelt generell anpassen müssen.“

Oberstudiendirektorin Bettina Scheckel von der Berufsschule Neustadt an der Aisch regte an, vor dem Hintergrund der um sich greifenden Digitalisierung manuelle Fähigkeiten nicht zu vernachlässigen: „Was ein Mensch mit der Hand geschrieben hat, wird währenddessen schon gelernt.“ Ihr Kollege Gerhard Heindl von der Berufsschule Wasserburg am Inn wünschte den Gesellinnen und Gesellen Mut, sich in die Unternehmen und die Gesellschaft einzubringen: „Seien Sie nun Unterstützer für den Berufsnachwuchs.“

Freigesprochen wurden insgesamt 55 Technische Modellbauerinnen und Modellbauer. Darunter waren 40 aus der Fachrichtung Karosserie und Produktion, acht aus der FR Gussmodellbau und sieben aus der FR Anschauungsmodellbau. Die vier Innungsbesten (alle aus der FR Karosserie und Produktion) erhielten den „Modellbauer-Award“. Den 1. Platz belegten nahezu punktgleich Leon Wall (Ausbildungsbetrieb: Schröter Modell- und Formenbau GmbH, Oberpframmern) und PhilippTrinkner (EDAG Engineering GmbH, Ingolstadt) vor Anton Wolpertinger (Schröter Modell- und Formenbau GmbH, Oberpframmern) und Korbinian Haseitl (Blasius Gerg GmbH, Modell- und Formenbau, Hohenthann).

 

Quelle: Foto und Pressetext: Jens-Christopher Ulrich - Pressesprecher HWK für München und Obb.

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